Der Leider-Nein-Teamchef


Analyse/Interview: Johann Skocek
Stadtleben | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Ried-Coach und Ex-ÖFB-Nachwuchstrainer Paul Gludovatz über das ÖFB-Schlamassel

Paul Gludovatz, 65, ist der naheliegende ÖFB-Teamchef-Kandidat. Er wird das Amt nicht bekommen.

Wie daneben der sportmediale Komplex ist, zeigte erst kürzlich eine ORF-Sonntagsdiskussion. Es ging um den Nachfolger des zurückgetretenen ÖFB-Teamchefs Dietmar Constantini. Der technische Direktor des Verbandes, Willi Ruttensteiner, repräsentierte den Spitzenfußball und gewann den Abend um Längen. Und genau da liegt das Problem.

"Es kann nicht sein, dass der Spitzenfußball unter der Obhut des Breitenfußballs lebt“, sagt Paul Gludovatz, langjähriger ÖFB-Nachwuchstrainer. Ruttensteiner ist für die breite Ausbildung zuständig, nicht für den Spitzenfußball, das ist der Hoheitsbereich der Bundesliga.

Ruttensteiner hat eine Struktur miterfunden und aufgebaut, die in unzähligen Ausbildungszentren Jungfußballer formt. "Wir haben zu viele Nachwuchszentren“, sagt Gludovatz, "für die Spitzen würden drei

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