Wien, wo es isst

Roßau: Wo noch alles in Ordnung ist

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 38/11 vom 21.09.2011

Unter den innergürteligen Bezirken ist der neunte wohl der heterogenste (Leopoldstadt zählt nicht mit), landschaftlich wie sozial wie - damit zusammenhängend - atmosphärisch. Ein besonders interessanter Winkel ist dabei die Roßau im engeren Sinne, also zwischen Roßauer Lände, Alserbachstraße, Porzellangasse und Berggasse, das Servitenviertel ausgenommen, weil das eine eigene Kategorie ist. Hier gibt’s keinen Durchzugsverkehr, kaum Bausünden, viele Radwege, die Gegend ist dicht besiedelt, Gasthäuser nahezu an jedem Eck und sogar zwei Greißler.

Kaffee und Gulasch

Fangen wir im Süden an: Die Vienna School of Coffee ist seit fünf Jahren hier, ein Kaffee-Kompetenzzentrum, in dem man nicht nur recht viele sehr gute Bohnen italienischer Röster und der selbst röstenden Chefin Johanna Wechselberger beziehen, sondern auch Kaffeekurse belegen und an Verkostungen von raren Edelkaffees teilnehmen kann. Wer wirklich auf Kaffee steht, kommt hier nicht vorbei. Gleich gegenüber dann das

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