Die wahren Sorgen der Mittelschicht

Kommentar: Markus Marterbauer | Falter & Meinung | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Steuersenkungen können der breiten Masse erheblichen Schaden zufügen. Besser wären Vermögenssteuern

Alle Parteien sorgen sich um die Mittelschicht, die dringend steuerlich entlastet werden muss, auf dass sie sich bei den nächsten Wahlen entsprechend erkenntlich zeige. Doch wer diese Mittelschicht eigentlich ist, weiß niemand. Deshalb ist es auch so schwierig, ihre Interessen herauszufinden. Die Politik hofft jedenfalls, dass die Adressaten schon weniger Steuern zahlen werden wollen.

Auch die Wissenschaft kann wenig zum besseren Verständnis der Mittelschicht beitragen: In der Ökonomie wird sie oft mit einem Einkommensband von 70 Prozent bis 150 Prozent des mittleren Einkommens abgegrenzt, das wären in Österreich Bruttoeinkommen von 1500 Euro bis 3200 Euro. Ist man bei einem Monatseinkommen von 4000 Euro schon reich?

Die Abgrenzung der sozialen Schichten nach dem Einkommen ist einigermaßen unbefriedigend. Relevant erscheinen vielmehr eine gewisse Lebenseinstellung, gesellschaftliche

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