Grünes Prestigeprojekt vor Demontage

Politik | Zwischenbericht: Katharina Mittelstaedt | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

SPÖ und Wiener Linien kämpfen gegen die von den Grünen geforderte 365-Euro-Jahreskarte

Für jeden Tag im Jahr ein Euro: Insgesamt also ein Preis von 365 Euro für ein Jahresticket der Wiener Linien, das wurde bislang als Zwischenergebnis der laufenden Verhandlungen zwischen Grünen und SPÖ kolportiert. Bis Ende September sollte eigentlich die rot-grüne Tarifreform der Öffis vorliegen. Nun aber hat sich auch eine Institution in die politische Debatte eingeschaltet, die normalerweise solche meidet. Die Wiener Linien selbst.

Bislang zahlt der Wiener 1,80 Euro für ein Einzelticket und 449 Euro für eine Jahreskarte. Das ist im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten wenig. Günstiger öffentlicher Verkehr ist in Österreich Teil der Sozialpolitik und war Kernforderung der Grünen im Wiener Wahlkampf, die damals eine Jahreskarte für hundert Euro und Einzeltickets für einen Euro verlangten. Inzwischen sind die Grünen kleinlaut geworden: "Wir wollen eine Entlastung für Viel-Öffi-Fahrer


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