"Die Frauen bin ich gerade mal so richtig leid“

Politik | Buchkritik: Sibylle Hamann | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Alice Schwarzer erzählt in ihrer Autobiografie, warum die Häme der Männer leichter zu ertragen ist als die Ablehnung durch die Frauen

Die meistgestellte Frage ist schnell beantwortet: Ja, sie hatte Hetero-Sex. Nicht zu wenig, offenbar. Sie hatte und hat Beziehungen, mit Männern und mit Frauen, sie hat immer gern gekocht und gegessen, sie hat getanzt, gekämpft, bis spätnachts gearbeitet, Party gemacht, schicke Kleider angezogen; und wahrscheinlich tut sie all das heute noch, mit und ohne Publikum.

Sie weiß, wie es sich anfühlt, sich zu verlieben; sie kann wütend, frustriert und voller Selbstzweifel sein; manchmal ist sie auch einsam.

Um die vordergründige Botschaft dieses Buches kurz zusammenzufassen für alle, die es immer noch nicht ganz glauben können: Alice Schwarzer ist kein feministischer Kampfroboter, sondern ein Mensch.

Für alle, die es noch detaillierter brauchen, liefert sie sogar noch die Maße vom 1. Oktober 1968 nach: 65 Kilo, Brustumfang 94, Hüftumfang 98 Zentimeter.


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