Nachgesehen  

Politik | Ingrid Brodnig | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Videokameras im Gemeindebau: Fühlen Sie sich jetzt wohler?

Wenn sie den Müll runtertragen oder ihr Auto in die Garage stellen, werden sie gefilmt. Die Bewohner des Gemeindebaus in der Weglgasse im 15. Bezirk leben neben Videokameras. Mittlerweile ist das ganz normal im Wiener Gemeindebau. Allein über den Sommer hat die Stadt dort 2769 Kameras installiert. Die Datenschutzkommission hat dies im Dezember 2009 genehmigt.

Robert Jez ist ein Bewohner der Weglgasse. Ob die Videokameras eine gute Idee sind? Der 44-Jährige zuckt mit den Schultern: "Ich persönlich habe noch keinen Erfolg gesehen, aber in der Zeitung wird geschrieben, dass es jetzt weniger Vandalismus gibt.“ Die Müllproblematik habe die Videoüberwachung bisher nicht gelöst. Das zeigt ein Besuch im Müllraum. Dort stehen ein alter Sofasessel und ein kaputter Lattenrost herum. "Die Leute stellen ihren Sperrmüll weiterhin ab“, sagt Jez. Videoüberwachung allein macht die Leute anscheinend doch nicht zu besseren Menschen.


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