Was der Rathausmann gerne liest

Medien | Bericht: Barbara Tóth | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Kanzler Werner Faymann steht wegen seiner Anzeigenpolitik unter Druck. Wie reformbedürftig ist das "Wiener System“, aus dem er stammt?

Zum Büro des interimistischen Leiters des Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien führt eine eigene kleine Wendeltreppe, ausgelegt mit dunkelgrünem Linoleum. Das ist ein Luxus im Wiener Rathaus, das mit seinen verwirrend vielen Halbstöcken, langen, verschachtelten Gängen und zahlreichen Stiegen eher einem neogotischen Labyrinth denn einem modernen Verwaltungsgebäude gleicht. Und es ist ein Zeichen von Macht - wenn auch ein altertümliches. Wer, einmal im Büro angekommen, Oliver Stribl zuhört, landet in der Gegenwart. Der 38-Jährige zählt zum Typus Stadtmanager, dem Begriffe wie "New Public Management“ locker von den Lippen gehen.

Stribl könnte bald auch ganz offiziell einer der einflussreichsten Beamten des Wiener Magistrats sein. Die Ausschreibung für die Nachfolge des langjährigen, nahezu legendären Leiters des Presse- und Informationsdienstes

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