Über den Tod zurück ins Leben finden

Feuilleton | Filmkritik: Michael Omasta | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Karl Markovics ist mit dem so unaufgeregt wie plausibel erzählten "Atmen“ ein überzeugendes Regiedebüt gelungen

Es spricht eigentlich so ziemlich alles gegen diesen Film. Nicht zuletzt die forcierte Sprachlosigkeit, von der er handelt, und die wortkargen, verschlossenen Protagonisten.

Um 1980 herum war das quasi Programm des um Seriosität bemühten und nach Anerkennung heischenden österreichischen Films. Von der Bühne und dem Bildschirm her einigermaßen bekannte Schauspieler fremdelten und fröstelten unbedankt vor zumeist leeren Kinosälen.

Doch die Befürchtungen sind unbegründet. Mit "Atmen“, seiner unaufgeregt erzählten, sehr plausiblen Geschichte eines 19-jährigen Freigängers, ist dem Wiener Schauspieler Karl Markovics ein überzeugendes Regiedebüt gelungen.

Das hat zuallererst mit der klugen Besetzung zu tun. Roman Kogler, der sich in einem Job bewähren muss, um vorzeitig aus der Jugendstrafanstalt herauszukommen, wird nicht, wie früher so oft üblich, von einem auf


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