7 Sachen die Sie über URBAN MINING eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Urban was?

Urban Mining: das Sammeln von Rohstoffen wie Gold, Kupfer, Blei - im Wesentlichen recyclebare Stoffe. Die Urban Miner umgeben sich wie alle Urban Irgendwasler gerne mit dem Nimbus des Geheimen - zumindest hierzulande.

Also einfache Schrottsammler, oder?

Im Grunde genommen ja. Urban Mining klingt aber besser, und auch sind es keine Maskierten, die vom Kupferdrähteklauen leben. Global geht die Idee weit darüber hinaus, aber hier reduziert sie sich - vorerst - auf Schrott.

Nämlich?!

Auf einen städtischen Trend, in dessen Zentrum Nachhaltigkeit und bewusster Umgang mit knappen Ressourcen stehen. Und der nebenbei auch noch den 20-, 30-, 40-jährigen oder noch älteren Stadtkindern Spaß macht, weil die ganze Sache gemeinschaftlich und auch kreativ ist.

Und wer Urban minert bisher?

Möglich, dass es sich bei Urban Mining um nichts anderes handelt als um die geschickte Werbestrategie eines Wiener Unternehmens namens Altmetalle Kranner, das seit jeher Metallschrott vergoldet, dem inzwischen die Zulieferer ausgegangen sind.

Ein Altmetallhändler als Trendsetter?

So in etwa. Ist ja grundsätzlich auch eine gute Idee. Immerhin produzieren wir Unmengen an Metallabfällen mit PCs, Handys und so weiter.

Und wohin bringt man den Schrott?

Als Urban Miner sammelt man die Rohstoffe und kann die dann zu Kohle, also Gold ... eigentlich Papier, Geld machen.

Und davon kann man reich werden?

Wie bei all den Urban-Guerilla-Dingens, egal ob Kochen, Backen, Gärtnern, geht es um die Gemeinschaft. Und genau nicht darum, Kohle zu machen!


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