Auf diesen Teppichen wird nicht gevögelt!

Stadtleben | Besichtigung: Birgit Wittstock | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Warum die Künstlerin Iris Andraschek im siebten Bezirk überdimensionierte Läufer in den Gehsteig fräst

Er ist nicht flauschig. Nicht dafür gedacht, mit nackten Füßen darüberzustreicheln oder gar, um darauf Sex zu haben - weder wild noch still. Es würde wohl auch nicht lange dauern, bis die Polizei käme, um einer Anzeige wegen geschlechtlicher Handlungen in der Öffentlichkeit nachzugehen. Man vögelt eben nicht auf dem Gehsteig. Auch nicht, wenn dort ein Teppich liegt. Wobei: Eigentlich liegt er dort ja nicht. Vielmehr ist er Teil des Gehsteigs: in den Boden gefräst. Also nichts mit Wolle oder Kamelhaar: Asphalt; hart und kühl.

Es ist der erste von drei "Erinnerungs-Teppichen“, den die Künstlerin Iris Andraschek gerade mithilfe zweier Kollegen in einen Gehsteig im siebten Bezirk bohrt, sägt und stemmt. Rund eineinhalb Jahre ist es her, da hatte die Bezirksvorstehung gemeinsam mit KÖR - einer Förderstelle zur Belebung des öffentlichen Raums der Stadt Wien - Künstlerinnen


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