Fußball 

Rücktritt der Woche: Premiere auf Schalke

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Wolfgang Kralicek über den ersten Burn-out-Fall der Bundesliga

Vorige Woche ist Schalke-Trainer Ralf Rangnick zurückgetreten. Grund für die Demission war nicht, wie üblich, eine Niederlagenserie, sondern eine Diagnose: Burn-out-Syndrom. Rangnick ist ziemlich sicher nicht der erste Spitzentrainer, der sich so ausgebrannt und antriebslos fühlt, dass er sich nicht mehr in der Lage sieht, seinen Job zu machen. Aber er ist der erste, der es zugibt und die Konsequenzen zieht. Wenn es stimmt, dass der Fußball ein Spiegel der Gesellschaft ist, dann ist der erste Burn-out-Fall der deutschen Bundesliga symptomatisch für eine Welt, die ihren Protagonisten buchstäblich auf die Nerven geht. Als der damalige Teamchef Hans Krankl 2004 seinen alljährlichen Jesolo-Urlaub einem Besuch der EM in Portugal vorzog, war die Häme groß. Heute muss man sagen: Vielleicht hatte er ja Recht. Burn-out-Kandidat ist Krankl jedenfalls keiner.


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