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Und ist er noch so mies der Koch, ein Grießkoch, das geht immer noch

Grundkurs Kochen (138)

Stadtleben | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Guter Geschmack und Gesundheit schließen sich aus. Das ist so ziemlich eines der ersten Dinge, die man im Leben lernt. Alles, was einem gut schmeckt, wird einem von den Großen nach nur wenigen Bissen weggenommen - davon dürfe man nur in Maßen, nicht in Massen essen. Einzige Ausnahme: Krankenessen aus der Kindheit. Das ist heute noch gut. Grießbrei zum Beispiel.

Am allerbesten ist er, wenn man statt normalem Feingrieß Vollkorngrieß verwendet. Den rührt man in leicht köchelnde Milch ein, bis der Brei die gewünschte Festigkeit erreicht hat. Aufpassen: Der Grieß quillt noch nach! Sollte der Brei zu fest geworden sein, kann man ihn notfalls mit zusätzlicher Milch verflüssigen.

Nun den Grießbrei vom Herd nehmen und nach Bedarf Honig einrühren. Drei Eier trennen, die Eiklare mit einer Messerspitze Salz steif schlagen. Den Schnee vorsichtig unter den Grießbrei heben, damit er besonders flaumig wird. Kleingeschnittenes Obst einrühren. Am besten eignen sich Erdbeeren, Himbeeren und Bananen. Früchte mit einem hohen Vitamin-C-Anteil, wie etwa Ananas oder Kiwi, lassen die Milch gerinnen, er schmeckt zwar trotzdem noch, der Schnee fällt aber zusammen.

Je nach Obstsorte passen auch Nusssplitter und Gewürze dazu. Zum Beispiel Mandelsplitter, Kokosflocken, Zimt und Kardamomkapsel (in der Milch mitkochen und dann entfernen). Oder man vergisst das Ganze und schüttet nur Berge von Ovomaltine hinein. Gegessen wird der Brei deluxe selbstverständlich im Bett! bw


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