Eine neue Prinzenrolle

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Prinz Ferdinand, ein Josefstädter Urgestein, wird von den Richtigen übernommen

Historische Recherchen ergaben, dass es wohl irgendwann 1994 gewesen sein muss, dass ein Koch und ein Kellner aus dem Schnattl das Gasthaus Prinz Ferdinand am Bennoplatz übernahmen. Sie versuchten damals dem Wirtshaus, in dem sich der Legende nach diverse historische Habsburger mit ihren Gespielinnen trafen oder sonst was machten, einen Edelbeisl-Touch zu verleihen. "Verfeinerte Bodenständigkeit“, wie man damals so sagte, und das ging auch recht gut, sogar Siebeck war sehr begeistert damals.

In den vergangenen Jahren hörte man allerdings wenig vom Ferdinand, die Szene war längst weitergezogen, lachte über "verfeinerte Bodenständigkeit“, wollte längst "Authentizität“. Manfred Schluderbacher brauchte trotzdem vier Jahre, um das Lokal zu finden und sich unmittelbar zu verlieben. In Bregenz sei er quasi im elterlichen Gasthaus aufgewachsen (Goldener Hirsch), erzählt er, und nach ein paar Jahren im


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