Kritiken

Ein Kafka-Roman als tolle One-Man-Show

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Philipp Hochmair ist ganz allein, wenn er als gutmütiger und naiver Karl Rossmann, der von seinen Eltern nach Amerika geschickt wird und dort unterzugehen droht, auf der Bühne steht. Lediglich ein Stuhl, ein Koffer und eine Videoleinwand, auf der die Kapitelüberschriften von Franz Kafkas Roman "Amerika“ in roter pixeliger Schrift entlanglaufen, dienen der monologisierten Inszenierung der Geschichte als Requisite. Nichts lenkt von der Erzählung ab, nur Lichtwechsel und Geräusche unterstützen den Text. Gutes Erzählen ist eine Kunst. Hochmair erzählt gut, selbst die Dialoge spielt er angenehm homogen, und so wird Bastian Krafts Inszenierung zur beeindruckenden One-Man-Show mit möglichem Happy End.

Rabenhof, Do 20.00


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige