Kritik

Kühner Aufschwung mit gebrochenen Flügeln

Lexikon | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Die neuen Materialbilder und Wandskulpturen des 1980 geborenen Künstlers Florian Schmidt lassen unweigerlich an Konstruktivismus und Futurismus denken. Freilich wurden hier alle kühnen Flugbewegungen und Aufschwünge gebrochen: Die unter dem Titel "Turn“ präsentierten Arbeiten werden aus Holz, Karton und Metall genagelt und der Umgang mit Farbe wirkt nur zeitweise kompositorisch, öfter scheint er Produkt des kalkulierten Zufalls. Auch das zentrale Raumobjekt der Schau, eine Plastik aus weißem Holz und Papierapplikationen, macht des Künstlers Faszination für das Kippen vom Zwei- ins Dreidimensionale deutlich. Diesen "Dreh“ haben besonders Schmidts Wandplastiken heraußen, die er in einem boxenartigen Rahmen konstruiert. NS

Galerie Andreas Huber, bis 5.11.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige