Otello ohne "h“, aber mit viel Tragik

Steiermark | aus FALTER 39/11 vom 28.09.2011

Die Grazer Oper feiert die Premiere von Verdis "Otello“

Giuseppe Verdis Oper "Otello“ basiert zwar auf William Shakespeares Werk "Othello“, auf das "h“ wurde allerdings verzichtet. Selbst Wikipedia ist bezüglich "Otello“ nicht um Zurückhaltung bemüht, gemeinsam mit Verdis "Fallstaff“ gehöre "Otello“ zu den "großen Meisterwerken der italienischen Opernliteratur“.

Das Dramma lirico in vier Akten mit einem Libretto von Arrigo Boito feiert diese Woche in der Grazer Oper Premiere. Zum Inhalt: Eigentlich ist alles eitel Wonne bei Otello. Als General der venezianischen Flotte macht er was her, auch in der Liebe scheint’s zu laufen. So kann er sich der "hingebungsvollen und bedingungslosen Liebe“ seiner Gemahlin Desdemona sicher sein.

Wäre da nicht der Neid der anderen. Fähnrich Jago sieht gelb und weiß sich nur mit bösen Intrigen zu helfen, zu "arglosen Marionetten“ werden die, die er darin verstrickt. Das Ganze endet tragisch, Otello erwürgt rasend vor Eifersucht die vermeintlich untreue Gattin. Die musikalische Leitung haben Johannes Fritzsch und der Italiener Gaetano d’Espinosa inne, für die Inszenierung zeichnet der englische Regisseur Stephen Lawless verantwortlich, der zuvor schon an der Metropolitan Opera in New York tätig war. TS

Oper Graz, Sa 19.30 (Premiere)


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