Grüße aus Nordkorea

Protokolliert von Mara Simperler* | DURST | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

N.N. war in Nordkorea. Er erzählte DURST von autofreien Autobahnen und menschlichen Rasenmähern. Ein Reisebericht aus einem der unfreiesten Länder der Welt.

Dieses Land ist ein Paradies für Autofahrer. In einem alten Greyhound-Bus, in dem alle englischen Schilder übermalt wurden, fahren wir über leergefegte Straßen. Eine Rush Hour gibt es hier nicht, auf der Autobahn spielen Kinder. Bloß: Hier besitzt eben kaum jemand ein Auto. Wer reisen will, benützt einen "Holzvergaser“, einen mit Holz betriebenen LKW. Willkommen in der Demokratischen Volksrepublik Korea!

Jetzt oder nie, hatte ich mir gedacht, als ich mich zu dieser Reise entschloss. Fast 200 Euro pro Tag zahle ich dafür, mir Propaganda über die Demokratische Volksrepublik Korea, den amerikanischen Imperialismus und die Güte des "Geliebten Führers“ Kim Jong Il anzuhören. Ich bin kritisch hierher geflogen, doch schon nach wenigen Tagen weiß ich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Ich hatte von Arbeitslagern gelesen, von

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