Wird Prag das neue Amsterdam?

DURST | Martina Powell | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Kann man in Lissabon legal koksen? Sterben in Amsterdam die Coffeeshops aus? Wenn es um Drogenpolitik geht, herrscht Verwirrung. Kein Wunder: Die jeweiligen nationalen Gesetzgebungen sind unübersichtlich. DURST hat sich ein paar aktuelle Fälle angesehen.

Portugal

Ein Zug am Ofen und schon sitzt du bis zu drei Monate im Knast. Das war Portugal, zumindest bis zur Jahrtausendwende. Seit 1999 sind restriktive Drogengesetze, die den Besitz und Konsum von Betäubungsmitteln und psychotropen (die Psyche beinflussende) Substanzen (z.B. LSD, Psilocybin, Amphetamin) als Straftat definierten, nach und nach gelockert worden. Heute gilt Portugals Drogenpolitik als äußerst liberal.

Trotzdem: Illegaler Drogenbesitz - von Cannabis, Heroin bis zu bestimmten Medikamenten - bleibt strafbar. Allerdings wurde ihr Konsum entkriminalisiert. Süchtige werden nicht mehr stigmatisiert und bestraft. Ihnen soll stattdessen mit Rehabilitationsprogrammen geholfen werden.

In der Praxis gilt: Wenn man mit einer "kleineren


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