Kunst! Werk! Zeug!

DURST | Auswahl: Christian Bretter Texte: Thomas Askan Vierich | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Fünf Künstler zeigen ihren Zugang zum Thema Freiheit - jeweils mit einem Foto. Da kann es um das Ausgeliefertsein gehen, um Gleichberechtigung, Gewalt, Anderssein oder Minderheiten.

Every Time the cuckoo screamed

Tina Schula interessiert sich für das Sperrige, das Schmerzhafte. Deshalb hat sie ihre Mutter gebeten, sich noch einmal in den Luftschutzbunker zu hocken, wo sie im Zweiten Weltkrieg als kleines Kind Todesängste ausstand und das Heulen der Sirenen (Cuckoo) hören musste. Eine ganze Generation von heute Siebzig- bis Achtzigjährigen musste dort nächtelang ausharren. Oben flogen die Bomber. Und unten wusste man nicht, ob man jemals wieder aus diesem finsteren Kellerloch herausfinden würde. Tina Schula beschäftigt sich öfter mit traumatischen Erfahrungen. Die seit 2002 in New York lebende Künstlerin hat zum Beispiel einen auf mehreren Ebenen verschachtelten Film über 9/11 gedreht.

Tina Schula, Filmemacherin, Fotografin. *1972 in Wien, lebt und arbeitet in Brooklyn, New York.


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