Seinesgleichen geschieht

Skandale, Inserate und die Hoffnung, dass uns die Zivilgesellschaft da rausholt

Der Kommentar des Chefredakteurs

Falter & Meinung | Armin Thurnher | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Es ist Krise. Derzeit wieder ein bisschen mehr als sonst. Die Irritation unserer Koalitionsparteien steigt zum Beispiel in dem Maß, wie die Gegensätze unversöhnlicher werden (wenn sich das steigern ließe). Auf der Linken ist der ganze Frust darüber zu spüren, dass man die Krise nicht verursacht hat und nun als gesamte politische Klasse dafür haftbar gemacht wird.

Auf der konservativen Seite will man es nicht gewesen sein und musste doch die eigenen neoliberalen Versprechungen zerplatzen sehen wie Seifenblasen. Ein paar Superreiche und Großbauern bilden halt doch keine Wählerschaft. Man vergreift sich beim Versuch, von den Missetaten der Eigenen abzulenken, in Ton und Tonart. Während die Kontrahenten sich ineinander verbeißen, spüren sie, wie von ihrem Gerangel nur einer profitiert: der Populist.

Die Öffentlichkeit arbeitet vor allem ihm in die Hände: Sie propagiert andere Politiker, aber mit populistischen Mitteln. Und sie tut es, indem sie den Ruf "der Politik“ immer schlechter


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