Kommentar

Festival Waves Vienna: Aller Anfang ist schwer, besonders in Wien

Kultur

Falter & Meinung | Gerhard Stöger | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Die Stimmung war ein bisschen seltsam. Nicht wirklich betreten, nicht wirklich familiär, nicht wirklich irritiert, aber irgendwas dazwischen. Es war Samstag, knapp vor 20 Uhr, und ein Häufchen von ungefähr 31 Personen erlebte im Rahmen des neuen Popfestivals Waves Vienna ein eindrucksvolles Konzert der Wiener Avantgarde-Noise-Band Peterlicker.

Das heuer veröffentlichte Debüt des Quartetts um Peter Rehberg, den Betreiber des renommierten Experimentalelektroniklabels Mego, wurde von der Fachpresse euphorisch rezensiert; das Konzert war sein erster Liveauftritt. Nichts Alltägliches also - und doch spielten Peterlicker auf der Opel-Corsa-Stage im Wiener Prater, einer der vielen Waves-Bühnen, praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Vor zwei Wochen hat Thomas Heher, der Direktor des Festivals, den Prater im Falter-Interview noch ausdrücklich dafür gepriesen, dass es keine Anrainer gebe und man nicht ab 22 Uhr mit Polizeipräsenz rechnen müsse. Genau das war dann aber der Fall,


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