Was Unrecht ist, das bestimmen nur wir!

Kommentar: Ingrid Brodnig | Falter & Meinung | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Wie funktioniert ziviler Ungehorsam in digitalen Zeiten? Die Hacker von Anonymous sind ein schlechtes Beispiel

Zuerst waren sie Helden, die Rächer des kleinen Users, digitale Robin Hoods, die sich mit den Mächtigen anlegen und denen die Masse applaudiert. Anonymous hat sich geschickt als aufmüpfige Hackergruppe inszeniert, die Gutes will, auch wenn sie dabei gegen das Gesetz verstößt.

Das Problem mit solchen selbstgerechten Weltverbesserern ist: Irgendwann übertreiben sie es. Irgendwann fühlen sie sich so sehr im Recht, dass sie gar nicht merken, wie sie jemand anderem Unrecht zufügen.

Genau das ist Anonymous passiert. Die Hacker haben vergangene Woche die Daten von 25.000 Polizisten ins Netz gestellt, inklusive Wohnadresse, Name und Geburtsdatum. Anscheinend ist die Privatsphäre von Polizisten nicht schützenswert.

Damit ging Anonymous zu weit und schadete sich selbst. Aus herzigen Internethanseln wurden unbarmherzige Hacker. In den Zeitungskommentaren und Blogeinträgen konnte man

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