4 Constantia & Immofinanz

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Am Anfang, im Jahr 2008, stand ein verschwundener 520-Millionen-Euro-Kredit, den der einstige Konzernchef der noblen Privatbank Constantia-Gruppe (CPB) Karl Petrikovics, zu der auch die Immofinanz und die Immoeast gehören, genehmigt hatte. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Karl Arco und Norbert Gertner unternahm Petrikovics höchst riskante Finanztransaktionen, die den eigenen Kurs in die Höhe trieben, letztlich die Constantia-Gruppe aber an den Rand des Ruins brachte und Tausende Anleger schwer schädigte. Dazu wurde ein verschachteltes Firmensystem mit 40 CBP-Töchtern und weiteren 120 Firmen aufgebaut.

Der Constantia-Skandal führte die Justiz auf die Spur des Buwog-Skandals.        Petrakovics arbeitete mit dem Lobbyisten Peter Hochegger zusammen, über eine CPB-Tochter floss die Buwog-Verkaufsprovision an eine zypriotische Tochterfirma Hocheggers.

Petrikovics Nachfolger hat auf Schadenersatz in der Höhe von 11,4 Millionen Euro geklagt. Der Prozess gegen Karl Petrikovics könnte noch in diesem Jahr beginnen, die Staatsanwaltschaft hat die erste Teilanklage fertig. BT

Verdacht auf Untreue und Marktmanipulation *****


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