6 Die Grasser-Stiftungen

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Kurz nach dem Ausscheiden aus dem Amt wurde Finanzminister Karl-Heinz Grasser sehr reich. Als Manager im Umkreis eines Firmengeflechts um Julius Meinl V. verdiente er mindestens vier Millionen Euro, vermutlich mehr. Für den unter Betrugsverdacht stehenden Bankier hatte Grasser Wertpapiere vermarktet und verwaltet. Die Papiere wurden aufgrund dubioser Geschäfte ziemlich bald wertlos, die Anleger geprellt und Grasser dennoch reich. Der Kärntner bewohnt nun Immobilien in Wien, Kitzbühel und Maria Wörth.

Steuern wollte Grasser für seine Millionen in Österreich offenbar nicht bezahlen. Deshalb heuerte KHG einen Wiener Steuerberater (Peter Haunold, Deloitte) und eine Vaduzer Rechtsanwaltskanzlei an. Die Steuerexperten heckten ein Stiftungssystem aus, das im wesentlichen darin bestand, das Geld Grassers in zwei Stiftungen zu parken, die es Grasser immer wieder ermöglichten, Luxusimmobilien am Wörther See und in Wien zu bewohnen.

Diese Stiftungen mit dem klingenden Namen "Silverwater“


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