8 Minerva

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

"Operation Minerva“ lautete der Codename für ein Geheimprojekt, das die Übernahme der 35 Prozent des Staates am Stahlkonzern Voestalpine durch den Zulieferspezialisten Magna des Austro-Kanadiers Frank Stronach im Jahr 2003 vorsah. Kurz zuvor hatte die schwarz-blaue Regierung beschlossen, das Unternehmen zur Gänze zu privatisieren, gewünscht war ein österreichischer Kernaktionär.

Karl-Heinz Grasser, der zuvor als Pressesprecher im Magna-Konzern gearbeitet hatte, war zu diesem Zeitpunkt Finanzminister. Magna-Europe-Chef Siegfried Wolf wurde unter seiner Ägide Aufsichtsrat der Verstaatlichtenholding ÖIAG.

Nachdem Zeitungen über "Minerva“ berichtet hatten, gingen die Wogen im anlaufenden Landtagswahlkampf in Oberösterreich hoch - und die Operation wurde abgeblasen. bt

Kein Strafdelikt **


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