24 Bawag

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Sie war die "Bank des kleinen Mannes“, das letzte noch verbliebene Kreditinstitut in der roten Machtsphäre, nachdem die Bank Austria an die italienische UniCredit verkauft wurde. Als im Frühjahr 2006 das volle Ausmaß des Verlusts bei den hochspekulativen Karibikgeschäften der Bawag aufflog - und das mitten im beginnenden Wahlkampf für die Nationalratswahlen im Herbst 2006 -, zerbrach für viele Genossen eine Welt.

Ausgerechnet der Sohn des ehemaligen Bawag-Generaldirektors Walter Flöttl, Wolfgang Flöttl, hatte in den USA seit Anfang der 90er-Jahre das Spekulationsgeschäft über Firmen in diversen Steueroasen betrieben. Am Ende saß die Bank auf einem uneinbringlichen, von Wolfgang Flöttl mitverursachten Schuldenberg von einer Milliarde Euro und konnte nicht mehr bilanzieren. Der ÖGB sprang heimlich ein, von der Aktion wusste nur der damalige Präsident Fritz Verzetnitsch.

Letztlich ins Rollen kam der Skandal, als ein Partner der Bawag, der US-Broker Refco, wegen Spekulationen


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