25 Strabags Ungarn-Geschäft

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Wo war die Leistung? Diese Frage stellt die Staatsanwaltschaf derzeit auch den Lobbyisten und ehemaligen LIF-Politikern Zoltan Aczel und Alexander Zach sowie Bautycoon Hans Peter Haselsteiner. Letzterer hat Aczel und Zach 15 Millionen Euro Honorar für eine erfolgreiche Vermittlung eines Autobahnbauauftrags in Ungarn überwiesen. Wie eine vom EU-Abgeordneten Hans Peter Martin         veröffentlichte Festplatte zeigte, dürfte das Geld aber auch für andere Zwecke eingesetzt worden sein.

So hat Haselsteiner via Zach und Aczel parteinahe Stiftungen "gefördert“. Aufzeichnungen der beiden legen den Verdacht nahe, dass tatsächlich Parteien in Ungarn massiv geschmiert wurden, damit sie die Strabag bei Auftragsvergaben bevorzugen. Die Wiener Justiz versucht, das Treiben aufzuklären, "die Budapester Behörden sind aber nicht an Aufklärung interessiert“, wie ein Staatsanwalt bedauert.

Hans Peter Haselsteiner bestreitet demonstrativ und wütend alle Vorwürfe. Er konzedierte aber zugleich im Falter, keine externen Berater mehr einzusetzen. Der Fall Siemens (Millionenstrafen für korrupte externe Berater) habe auch die Strabag alarmiert. FK

Verdacht auf Geschenkannahme **


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