30 Hypo Alptraum Adria

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Selbst für die Ermittler dürfte es schwierig sein, den Überblick über die Vorwürfe, die Beschuldigten und die verschwundenen Milliarden im Rahmen der zahlreichen Hypo-Skandale zu behalten.

Neben der Soko Hypo und der CSI Hypo, U-Ausschüssen in Wien und München ermitteln Staatsanwälte in beiden Ländern. Dem Vernehmen nach liegen bisher mehr als 100 Anzeigen, Sachverhaltsdarstellungen und Klagen vor. Die Aufarbeitung könnte Jahre dauern, der Schaden eine Milliarde Euro übersteigen. Jene Milliarden, die der Steuerzahler seit der Notverstaatlichung im Dezember 2009 investieren musste, nicht einberechnet.

Die erste Affäre ereignete sich 2004. Der Angestellte Christian R. verzockte innerhalb weniger Tage 328 Millionen Euro. Der damalige Vorstand Wolfgang Kulterer vertuschte den Verlust, wofür er später wegen Bilanzfälschung zu einer Strafe von 140.000 Euro verurteilt wurde.

Rund um den Verkauf der Hypo an die Bayerische Landesbank im Mai 2007 kam es dann gleich zu mehreren Ungereimtheiten.


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