35 Schmutzige Hände im AKH

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Warum wird das AKH Wien, Österreichs größtes Krankenhaus, von einer Putzfirma gereinigt, die beim Vergabeverfahren ein um drei Millionen Euro teureres Angebot abgegeben hat als der billigste Bieter? Für die Antwort auf diese Frage interessiert sich die Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Die Vorgeschichte zur Causa, die im vergangenen Jahr im Falter aufgedeckt wurde, lautet so: Der Wiener Unternehmer Dragan Janus ritterte bei einer Ausschreibung um den Auftrag zur Reinigung des AKH, ein 50-Millionen-Euro-Geschäft. Obwohl Janus das günstigste Angebot legte, ging der Zuschlag an einen teureren Anbieter, das Reinigungsunternehmen Ago. Ein Betrieb, dessen Besitzer laut Janus gute Kontakte zu Beamten im AKH pflege.

Als Janus seine Niederlage anfechten wollte, wurde er, wie im Falter berichtet, von AKH-Beamten unter Druck gesetzt. Jüngst wurde bekannt, dass der Auftrag für die Reinigungsarbeiten neu ausgeschrieben wird. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Korruptionsverdacht sind noch nicht abgeschlossen. WZ

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AKH-Mitarbeiter wegen Korruptionsverdacht **


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