Nachgesehen

"Nööönöööööp“: das Geräusch der Hoffnung und Lehre

Politik | Katharina Mittelstaedt | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Genervte Gesichter, leises Geraunze, der Geruch von Schweiß zieht sich durch die Luft. Hunderte Studenten sitzen, stehen, liegen in den weiten Korridoren der Hauptuni und warten. Dieses Jahr wurden in Wien doppelt so viele Voranmeldungen verzeichnet wie letztes Jahr Studienbeginner. Schon damals waren es knapp 15.000, so viele wie an allen FHs gemeinsam. Jetzt läuft bis Mitte Oktober die diesjährige Zulassungsfrist.

"Nöönöööp“: Der Zähler springt eine Nummer weiter. "Geil, nur mehr 120 Leute vor mir“, murmelt ein Mädchen. Nummer 326, der zukünftige Physikstudent Fabian, hat sich ausgerechnet, dass pro Minute etwa ein Student abgefertigt wird. "Also 22 Minuten noch“, sagt er. Und wieder: "Nöönöööp“ - das Geräusch der Hoffnung. "Seit es nicht mehr so heiß ist, gibt es wenigstens keine Kreislaufzusammenbrüche mehr“, sagt Niko, der schon letzte Woche da war, aber nicht mehr drankam. "Nönööp“, dafür jetzt. Er lächelt matt.


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