Nachgetragen

Politik | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Wenn Ute Bock ihre Schultaschen packt, ist am Konto Ebbe

Nina Horaczek

Draußen scheint die letzte Herbstsonne, drinnen werden die ersten Schnupfennasen geputzt. Acht Kinder stellten sich Montag Früh mit ihren Eltern vor dem Büro der Flüchtlingshelferin Ute Bock um Hilfe an. Die ganz Kleinen schlafen in Winterjacken eingepackt auf den Schößen der Eltern, die Größeren husten um die Wette. "So gut wie jedes zweite Kind und jeder zweite Alte, der zu mir kommt, ist krank“, sagt Bock. Auch der ältere Tschetschene, der ins Büro humpelt und eine Unterkunft sucht. Er sei frisch operiert und halte das Herumstehen auf Krücken am Bahnhof den ganzen Tag nicht aus, erzählt er.

Die Kombination aus Schulbeginn und Spendenflaute im Sommer erschwert die Arbeit der Flüchtlingshelferin. Hinzu kommt, dass im Internet vermehrt Flyer kursieren, auf denen behauptet wird, dass Asylwerber mehr Geld vom Staat bekämen als Österreicher. Das stimmt

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