Hilfe, das Internet vergisst nichts!

Medien | Gespräch: Ingrid Brodnig | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Die riesigen Datenspeicher sind eine Gefahr für unsere Gesellschaft, sagt Internetexperte Viktor Mayer-Schönberger. Er fordert uns auf, wieder möglichst vergesslich zu werden

Einst war Vergessen die Regel und Erinnerung die Ausnahme. Doch die Computer haben all das auf den Kopf gestellt, die Festplatten werden immer größer, Webseiten wie Facebook gieren danach, unser ganzes Leben digital darzustellen.

Aber Vorsicht! Diese virtuelle Selbstdarstellung ist nur ein Zerrbild, die permanente Erinnerung überfordert unser Hirn, warnt der Jurist und Internetexperte Viktor Mayer-Schönberger. Der gebürtige Österreicher hat lange Zeit in Harvard unterrichtet, ist heute an der Oxford University tätig und hat das Buch "Delete“ verfasst, eine Aufforderung zum Löschen. Dieser Tage ist Mayer-Schönberger in Wien und wird an zwei Diskussionen teilnehmen. Der Falter fragte ihn vorab, warum Erinnerung so schlecht und Vergessen so gut sein soll.

Falter: Herr Mayer-Schönberger, Facebook hat kürzlich


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