Stadtrand

Seestadt Aspern? Hier gibt es nichts zu Seen!

Urbanismuskolumne

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Man bekommt ja den Eindruck, dass das Flugfeld Aspern, das seit geraumer Zeit und hartnäckig von von Medien mit PR-Material beliefernden Unternehmen "Seestadt Aspern“ genannt wird, schon fix und fertig ist. Bis man sich selbst einmal aufs Rad schwingt und an die Peripherie begibt. Da ist ja noch gar nichts. Okay, es gibt einen kleinen künstlichen Teich, den nur sehr Wohlmeinende einen See heißen würden. Drum herum Aushubmaterial und die dafür verantwortlichen Maschinen. Und, ja, die U-Bahn gibt es auch schon. Also zumindest im Rohbau, die U2 ist also fast schon bis in diese Ungegend am Wiener Hintern verlängert, wirkt einigermaßen entrisch. Als ob die neue U2-Endstation "Mars“ hieße. Und wir dachten, da stehen schon die Möbelwagen und junge Familien ziehen demnächst ein; wie man sich täuschen lassen kann. Sehr fertig sieht es hingegen auf einer echten Wiener Großbaustelle aus, beim Hauptbahnhof. Über den neuen Stadtteil, der hier entsteht, über den sollte man vielleicht mal reden. Statt über die alberne Nichts-Seh-Stadt Aspern.


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