7 Sachen die Sie über den STADTPARK eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Ist der goldene Schani endlich zurück?

Dieser Tage war es so weit: Der Schani, also das Johann-Strauß-Denkmal, ist nach fünfmonatiger Restaurierung zurück im Park. G’schamster Diener!

Teurer Spaß, oder?

Angeblich ist der 90-jährige Gold-Schani das meistfotografierte Denkmal Wiens, weshalb sich die Stadt seine Aufpolierung auch 300.000 Euro hat kosten lassen. Cheese!

Jeder Stadt ihren Park?

So in etwa. Am 21. August 1862 wurde der Wiener Stadtpark mit großem Getöse eröffnet. Immerhin war er die erste kommunale Parkanlage der Stadt, und zu jener Zeit gehörte ein ordentlicher Landschaftspark zu jeder gepflegten Metropole, die etwas auf sich hielt. Die Arbeiten am New Yorker Central Park hatten bereits drei Jahre zuvor begonnen.

Gab es da ein Konzept?

Klar. Der Stadtpark ist kein Naturpark. Soll heißen, dass die Bepflanzung, die Wasserflächen und die Promenaden, also absolut nichts dem Zufall überlassen worden ist. Er ist ein Ziergarten, der vom Landschaftsmaler Josef Selleny und Stadtgärtner Rudolf Siebeck geplant und umgesetzt wurde.

Pseudonatur also?

So gesehen ja. Wobei er schon auch natürlich weitergewachsen ist - unter den wachsamen Augen der MA 42, des ehemaligen Stadtgartenamts und der heutigen Wiener Stadtgärten, versteht sich. Nichts mit Stadtdschungel!

Wozu gibt es Parks dann überhaupt?

Wohl weil jede Bewegung eine Gegenbewegung erfordert und die Menschen aufgrund der Industrialisierung zum Ausgleich wieder ein Stückchen Natur brauchten. Kontrolliert eben.

In Parks sind meist auch Junkies, Obdachlose, Bettler und buntes Volk.

Auch das hat Tradition. Am Ende gibt es also doch noch eine Spur Wildnis!


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