"Wir waren immer die Lipizzaner“

Stadtleben | Gespräch: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Maximilian Platzer, Wiens oberster Kaffeesieder, über das Kaffeehaus der Zukunft - und was es heute ausmacht

Er habe Freunde, die sitzen auf Stapeln von Geld, sagt Maximilian Platzer. "Ich sitze auf Stapeln von Zeitungen.“ Selbst beim Jammern bleibt der Mann noch witzig. 700 Euro im Monat gibt er für heimische und internationale Zeitungen aus; die Gäste in seinem eleganten Café Weimar an der Währinger Straße wissen das zu schätzen. Platzer, 59, ist Obmann des Clubs der Wiener Kaffeehausbesitzer. Für das Große Wiener Kaffeehausexperiment, das im Mak die Möglichkeiten der Wiener Institution auslotet (siehe rechts), saß er in der Jury. Jetzt sitzt Platzer in seinem Lokal vor einem Schinken-Käse-Toast, der langsam kalt wird. Im Gespräch legt der Kaffeesieder einen überraschend weiten Begriff vom Kaffeehaus dar. Vielleicht der beste Weg Richtung Zukunft.

Falter: Herr Platzer, was sagt der Kaffeehausbesitzer, wenn ein Gast drei Stunden bei einer Melange sitzt?

Maximilian Platzer:


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