Es geht um die Rinderrauchwurst

Stadtleben | Bericht: Birgit Wittstock | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Ein paar Wiener Uni-Kollegen mit Jugo-Connection entdeckten eine Marktlücke - jetzt beherrschen sie den europäischen Ethnofood-Markt

Eine enge Schlucht führt zwischen den meterhoch gestapelten Kartons hindurch: Unter der geschwungenen Schrift ("Napolitanke“) sind Schnitten auf die Kisten gedruckt. Auf den Pappschachteln eine Schlucht weiter steht "Bomboni-Keksi“ geschrieben; es häufen sich "Bananko“, und in Paletten stehen Halbliter-Plastikdosen aufeinander; zebragestreift, abwechselnd mit brauner und weißer Pflanzenfett-Zucker-Nuss-Creme gefüllt: "Eurokrem“ - die Balkan-Nutella. Sehr viel süßer und sehr viel billiger als das Original.

Im Gang nebenan lichten sich die Kartons. Hier türmen sich, sauber geschlichtet, Einmachgläser mit drei bis fünf Liter Fassungsvermögen. Sie sind mit roten, gelben und grünen Paprikafilets gefüllt. Mit Gewürzgurken, Okra, Karotten, Rot- und Weißkraut, Pilzen, Melanzani, Zucchini, Knoblauch - alles in Essigsud sauer eingelegt. Daneben


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