Wo die Fische fliegen

Stadtleben | Gerichtsbericht: Nina Kaltenbrunner | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Il Tavoliere-Padrone Ivan Mascia dreht dem Branzino die Filets ein und füllt sie

In Wien einen guten Italiener zu finden, ist gar nicht so einfach. Möglicherweise liegt es daran, dass sie sich in Randbezirken und dort wiederum in Seitengassen und hinter seltsamen Fassaden verstecken. So wie das Ristorante Il Tavoliere, zu Deutsch: der Vorstand. Das passt gar nicht so schlecht zu unserem Mann, Ivan Mascia, dem Padrone, ehemaliger Europachampion für Freestyle-Pizzamachen und mehrfacher Kapitän der apulischen Squadra Acrobatica Pizzaioli. Aber der Signore ist nicht nur Pizzaakrobat und Meister der Obst-, Gemüse- oder Schokoladenskulpturkreation, wovon wechselnde Anschauungsobjekte im Lokal zeugen, sondern auch ein fantastischer Koch. Für den Falter setzt er seinem Lieblingsfisch, dem Wolfsbarsch, einen gefüllten Turban auf - Turbante di Branzino heißt das dann auf Italienisch.

Kreativität ist ja nicht gerade das, was die italienische Küche vorrangig auszeichnet. Im Il Tavoliere schon.


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