Theater  Kritiken

Monolog einer Täterin: Zündstoff ohne Zündschnur

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 40/11 vom 05.10.2011

Salon5, Fr, Sa, So, Do 19.30 (bis 17.10.)

Warum sich jemand in die Luft sprengen mag, ist der Schriftstellerin (Karola Niederhuber) anfangs komplett unklar. Aber was tut man als Autorin, wenn man keine Ahnung hat, was die eigene Protagonistin, in dem Fall eine Selbstmordattentäterin, antreibt? Ivana Sajko hat mit "Womanbomb“ ein Stück darüber geschrieben, die Gruppe ångstrøm inszeniert den Monolog im kaltfeuchten Keller. Aber die verzweifelte Suche der Autorin nach einem realistischen Text nervt, vor allem mit semiwitzigen Sätzen wie "Ich bin von Prada-Meinhof“ oder "Der Text tickt in mir, wie die Bombe in ihr. Tick Tack. Tick Tack“. Einzig der Live-Untermalung des Multiinstrumentalisten Christian Weißenberger ist etwas abzugewinnen.


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