Große Inventur im relativen Chaos

Extra | Leopold Federmair | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Lyrik aus Österreich II: Erwin Einzinger zeigt in "Die virtuelle Forelle“ fast alles

Erwin Einzinger ist ein unermüdlicher Sammler von Bildern und Geschichten. Vor dreieinhalb Jahrzehnten hat der Oberösterreicher das Fundament seiner höchstpersönlichen Literatursprache gelegt. In der Folge hat er an seinem Werkel weitergezimmert, ohne sich von irgendetwas - Moden, Erfolg, Zweifel - rausbringen zu lassen.

Das bestätigt sein neuer Gedichtband "Die virtuelle Forelle“, der die Erwartungen erfüllt: nichts groß Überraschendes, dafür eine Fülle kleiner Erstaunlichkeiten. Das Virtuelle hat Einzug in diese poetische Welt gehalten, die in der sich Modernes und Althergebrachtes, Lebendiges und Abgebildetes die Hand geben. Die Poesie hat in allen diesen Stücken immer etwas Prosaisches, die Prosa etwas Poetisches.

"Zauber lauert an jeder Straßenecke“, wie es im vorhergehenden Gedichtband "Ein Messer aus Odessa“ hieß. Im neuen heißt es: "Nicht jeder Tag kann eine echte / Perle sein,


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