Warum Tulpe Valentin sterben muss

Extra | Tabea Soergel | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Roman Marchel will in seinem Debütroman "Kickboxen mit Lu“ Banales in etwas Größeres verwandeln

In einer Pension läuft einer 16-Jährigen eine alte, längst verstummte Schriftstellerin in die Arme. Seit Jahren lebt sie völlig zurückgezogen, doch Lu, der Teenager, braucht keine Minute, um sie handzahm zu machen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Schriftstellerin einen Stoff wittert. Jeden Morgen treffen sich die beiden im Garten der Pension. Das Mädchen plaudert drauflos, die Alte hört zu.

Roman Marchels Roman besteht zu etwa 85 Prozent aus ihrem Buch, dem allerletzten, das sie schreiben wird: dem Buch Lu, aus Lus Perspektive, über Lus Themen, in Lus Sprache. Aus den verbleibenden 15 Prozent erfährt man, wie die Alte in der Einsamkeit ihres nächtlichen Zimmers die Gesprächsprotokolle in den Rechner hackt, surrealen Besuch vom Pensionsbesitzer empfängt - und mehr und mehr aus ihrem kompromisslosen Vorleben mit drei Scheidungen und ungezählten Liebesaffären.

Ihren kurz bevorstehenden


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