"Jedes Buch ist eine Welt für sich“

Extra | Ulrich Rüdenauer | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Judith Schalansky über ihren Roman "Der Hals der Giraffe“, Leineneinbände und Widersprüche

Die in der DDR geborene Autorin Judith Schalansky zeigt in ihrem neuen Roman, dass es im Osten vereinzelt auch harten Sozialdarwinismus gab. Während des Gesprächs lag ein Exemplar von "Der Hals der Giraffe“ auf einem Tisch zwischen der Autorin und dem Interviewer.

Falter: Sie haben den Einband von "Der Hals der Giraffe“ selber gestaltet. Es ist ein Leineneinband, der die Anmutung eines 1950er-Jahre-Buches hat. Welche Idee lag dem zugrunde?

Judith Schalansky: Tatsächlich sahen in der DDR in den 1980er-Jahren die Bücher auch noch so aus. Ich mag Leineneinbände sehr gern, Schutzumschläge haben mich immer ratlos gemacht. Ich wollte ein Buch, das zeigt, wie die Einbände früher aussahen. Heutzutage ist der Schutzumschlag das eigentliche Cover geworden. Früher warf man ihn weg, und darunter kam nicht selten eine wunderbare Einbandgestaltung zum Vorschein. Bei mir ist der Einband aber auch


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