Das patscherte Leben des Genossen Pawel Dobrynin

Emily Walton | Extra | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Andrej Kurkows Roman"Der wahrhaftige Volkskontrolleur“ ist nicht ganz leicht zu folgen, dafür aber lustig

In "Der wahrhaftige Volkskontrolleur“ geht es kalt, aber herzlich zu. Genosse Pawel Dobrynin, ein naiver, treuer Typ, wird darin zum Volkskontrolleur ernannt und in den bitterkalten Norden der Sowjetunion gesandt. Er landet in Jakutien, wo es im Winter nie hell wird.

Pawel ist ein bis zur Dummheit ehrlicher Genosse. Er hinterfragt nicht, was seine Aufgaben sein werden, sondern gibt sich mit der Erklärung zufrieden, dass er Menschen und Fabriken in der Sowjetunion überprüfen soll. "Das Wichtigste ist nicht, zu verstehen, sondern zu handeln. Verstanden?“, sagt man ihm bei seiner Ernennung. Patschert stolpert Pawel seinem Schicksal entgegen. Frau, Kinder und Hund lässt er in einem kleinen Dorf zurück.

Mit Zwieback und Axt im Gepäck fährt er zum Kreml und sieht zum ersten Mal eine Stadt. Wie alle Ranghöheren bekommt er eine Dienstfrau zur Seite gestellt, mit der er Tisch und

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