Variationen über den amerikanischen Traum

Extra | Armin Thurnher | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Saul Bellows gesammelte Erzählungen erscheinen in neuer oder überarbeiteter Übersetzung

Vertrauen Sie auf das Urteil Philip Roths? Dann sollte Sie ein Schriftsteller interessieren, von dem Roth sagt, sein Roman "Die Abenteuer des Augie March“ sei der bedeutendste amerikanische Roman der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gemeint ist Saul Bellow (1905-1995), der in Kanada geborene Sohn russisch-jüdischer Einwanderer.

Bellow erhielt 1976 den Nobelpreis für Literatur und schrieb unzählige Romane und Erzählungen. Kiepenheuer und Witsch hat Bellows drei große Romane ("Herzog“, "Humboldts Vermächtnis“ und die erwähnten "Abenteuer des Augie March“) in einer schönen Ausgabe und in neuer Übersetzung herausgebracht. Dennoch zählt der Autor bei uns nicht zum kulturellen Festbestand, anders als Faulkner, der ihm, was literarische Größe im 20. Jahrhundert betrifft, in Amerika stets an die Seite gestellt wird.

Vielleicht hat das damit zu tun, dass Bellows Romane, als sie erstmals


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