Plato oder Aristoteles? Maulwurf oder Spitzmaus? Philosophie oder Literatur?

Extra | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Michael Hampe im Gespräch über die Obsoletheit … des Naturbegriffs, das Argument und die Erzählung

Falter: Warum haben Sie sich in Ihrem neuen Buch für die dialogische Form entschieden?

Michael Hampe: Es gibt Begriffe wie Glück, Natur, Tod, Freiheit, die so grundsätzlich sind, dass man sich ihnen nicht nur auf eine Weise nähern kann. Denn wir alle haben unterschiedliche Lebenserfahrungen und verstehen unter Begriffen oft etwas anderes. Hinzu kommt bei dem Naturbegriff, dass er sich auf eine Totalität bezieht, die wir als solche gar nicht erfahren können.

Und je nachdem, welche Ausschnitte wir erfahren, verallgemeinern wir auf unterschiedliche Art und Weise. In einem Dialog kann man die verschiedenen Bedeutungen, die wir solchen grundlegenden Begriffen geben, sehr viel besser aufeinander beziehen als in einer Abhandlung.

Geht es Ihnen um eine Wiederbelebung der platonischen Tradition?

Hampe: Mein Ziel war zu zeigen, dass wir nicht über einen einheitlichen Naturbegriff verfügen. Und


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