Kratzbürste, Faserschmeichler und Drittelmaus

Extra | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Tiere: Zwei Bücher über animalisierte Menschen und imaginäre Tiere leuchten Gemeinsamkeiten und Unterschiede aus

Im Berliner Bode-Museum ist noch bis 20. November die Ausstellung zur italienischen Porträtkunst "Gesichter der Renaissance“ zu sehen. Hier kann man die Anfänge jenes Paradigmenwechsels in der bildenden Kunst mitverfolgen, seit dem nicht nur Aussehen und gesellschaftliche Funktion eines Menschen abgebildet werden, sondern die Künstler auch die dahinterliegende Persönlichkeit sichtbar zu machen versuchen.

Der kroatische Maler, Bildhauer und Designer Svjetlan Junakovic ´ hat einige dieser klassischen Porträtbilder neu gemalt, wobei er den Charakter der Porträtierten dadurch nachzuempfinden versucht, dass er diese als Tiergestalten darstellt. Jacques-Louis Davids Marat wird zum Huhn, das Selbstporträt Dürers wird zum Löwen, und bei Vermeers "Mädchen mit dem Perlohrgehänge“ blickt einem ein Schaf entgegen.

Die beigestellten kurzen Texte wollen das eine Mal witzig


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