Die Munduruku, der Soroban und der Shankaracharya

Extra | Martina Gröschl | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Mathematik: Alex Bellos bringt frischen Wind in eine komplexe Wissenschaft und ihre Anwendungen

Als Alex Bellos den Sprachwissenschaftler Pierre Pica in seiner Wohnung in Paris besuchte, staunte er nicht schlecht. Dieser war gerade von einem mehrmonatigen Aufenthalt bei einem Stamm der brasilianischen Munduruku-Indianer zurückgekehrt und hatte offensichtlich jedes Gefühl für Zeit und Zahlen verloren.

Die Sprache der Munduruku kennt keine Zeitformen, keine Mehrzahl und keine Zahlwörter für Zahlen größer als fünf. Ihre Art, die Welt wahrzunehmen und in ihr zu leben, hatte auf den Forscher abgefärbt. Und mit einem Schlag wird Bellos bewusst: Wir leben, ohne es zu merken, in einer hochgradig quantifizierten Welt.

So startet ein Buch, das Potenzial zu einem Bestseller hat und in Großbritannien bereits einer geworden ist. Als "Alex im Wunderland der Zahlen - Eine Reise durch die aufregende Welt der Mathematik“ ist es nun in einer deutschen Übersetzung nach der gekürzten amerikanischen


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