Tolstojewskij im Land des Klassengegners

Erich Klein | Extra | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Reisereportage: Die sowjetischen Chefsatiriker Ilf und Petrow besichtigten 1935 den amerikanischen Kapitalismus

Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, das waren die sowjetischen Chefsatiriker der späten 20er-Jahre. Ostap Bender, der Protagonist der Romane "Zwölf Stühle“ (1928) und "Das goldene Kalb“ (1931), wurde zum Volkshelden einer Gesellschaft, die Gerechtigkeit auf ihre Fahnen geschrieben hatte und ständig über Niedertracht und Eigennutz stolperte.

Als "Tolstojewskij“, wie sich die beiden aus Odessa stammenden Autoren in ihren Feuilletons bisweilen nannten, im Herbst 1935 zu einer viermonatigen Tour ins Land des Klassengegners aufbrach, war den Bewohnern des ersten kommunistischen Staates längst nicht mehr nach Slapstick zumute.

Die UdSSR hatte gerade den Furor des ersten Fünfjahresplanes, von Entkulakisierung und Hunger hinter sich gebracht: Davon ist in den ursprünglich in der amtlichen Prawda erschienenen Reisereportagen nichts zu erfahren.

Lesenswert ist "Das einstöckige Amerika“

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