Perser, Araber, Jude, Inder, Byzantiner und Aramäer

Extra | Veronika Seyr | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Islam: Jim Al-Khalili beschreibt die Blütezeit der islamischen Wissenschaften, aber nicht, warum sie endete

Raffael malte 1510 eines seiner berühmtesten Bilder für die Stanza della Segnatura im Vatikan: "Die Schule von Athen“. Mit Aristoteles und Plato im Zentrum, umgeben von Sokrates, Pythagoras, Diogenes und Epikur, zeigt es 24 der größten Gelehrten der griechischen Antike, darunter nur einen einzigen Muslim: Ibn Rushd (1126-98) - Raffael wird ihn wahrscheinlich als Averroës gekannt haben.

Der Philosoph, Theologe und Mediziner wird mit locker gewundenem Turban und grünem Kaftan dargestellt. Die Hand demütig am Herzen, schaut er Pythagoras über die Schulter ins Rechenbuch. Das will sagen: Ohne Ibn Rushd und seine Kommentare zu Aristoteles hätte es keine Scholastik, keine Renaissance und keine europäische Moderne gegeben.

Aber diese Ehre für Ibn Rushd enthält doch auch eine für den Westen typische Geschichtsklitterung, war er doch keineswegs der erste Entdecker und Retter des


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige