"Ich gestehe, mein Leben hat keinen Sinn“

Wolfgang Zwander | Extra | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Journalismus: In einem posthumen Band ersteht noch einmal der gefürchtete Fragensteller André Müller auf

Über die Toten nur Gutes, so will es der Anstand. André Müller hat darauf nicht viel gegeben, deshalb soll es auch hier so gehalten werden. Müller war ein Idiot, im griechischen Sinne des Wortes, ein Nicht-Dazugehöriger, ein höchst sozialer Unsozialer. So hat er sich selbst empfunden, darunter hat er gelitten; aus diesem Geist bezog er auch seine Erfolge als gefeierter Interviewstar, der er in den besten Tagen seines Lebens war.

Zu Beginn dieses Jahres ist Müller, ein Wiener Journalist, Jahrgang 1946, den es in den 70ern nach München verschlagen hat, einer Krebserkrankung erlegen.

"Sie sind ja wirklich eine verdammte Krähe!“ (Zitat: Alice Schwarzer) ist eine Sammlung seiner letzten Interviews und Begegnungen, die meist bereits zuvor in renommierten deutschsprachigen Zeitungen erschienen sind.

Darunter befindet sich auch ein Gespräch zwischen André Müller und Nobelpreisträger

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