Der Passfälscher oder Rechtsbruch für den Frieden

Extra | Fritz Trümpi | aus FALTER 41/11 vom 12.10.2011

Zeitgeschichte: Der Dokumentenfälscher Adolfo Kaminsky rettete unzählige Leben. Und nahm kein Geld dafür

Die Wende kam abrupt: Von einem Tag auf den anderen hing Adolfo Kaminsky 1971 seine Fälschertätigkeit an den Nagel. Der Reihe nach hatten ihn drei Personen um Passfälschungen für den südafrikanischen ANC gebeten, die miteinander in keiner erkennbaren Verbindung standen, ihm dabei jedoch ein und denselben Musterpass präsentierten.

Offensichtlich erlaubte seine zunehmende Berühmtheit nicht mehr, seine Kontakte selbst zu regulieren, und dies, obschon er sich ein Fälscherleben lang an wenige Mittelsleute gehalten, fast nur in seinen Labors verkehrt und die politische Bühne nie öffentlich betreten hatte.

Das (ungelöste) Rätsel um diesen südafrikanischen Pass ist nur eine von zig erschütternd spannenden Geschichten in dieser Biografie, die sich liest wie ein Politkrimi. Die in Paris ansässige Schauspielerin und Drehbuchautorin Sarah Kaminsky animierte ihren Vater zum ausgiebigen


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